Pendlerpauschale-Rechner 2026
Berechne die neue Entfernungspauschale 2026 (38 Cent ab dem ersten Kilometer) inklusive Mobilitätsprämie für Geringverdiener und Vergleich mit dem Deutschlandticket.

Trage Entfernung, Arbeitstage und Bruttojahreslohn ein. Der Rechner zeigt deine absetzbare Pendlerpauschale 2026, schätzt den Grenzsteuersatz aus dem Brutto und vergleicht die Steuerersparnis mit den Kosten des Deutschlandtickets.
Pendlerpauschale-Rechner
Berechne deine Entfernungspauschale 2026 (einheitlich 0,38 € ab dem ersten Kilometer) inklusive Mobilitätsprämie und Vergleich mit dem Deutschlandticket.
Dein Arbeitsweg
Kürzeste Straßenverbindung, einfache Strecke (nicht Hin- und Rückweg).
Typisch 220 bei Vollzeit ohne Homeoffice. Pro Homeoffice-Tag etwa einen Tag abziehen.
Bei eigenem PKW (auch Mitfahrer) keine Obergrenze.
Einkommen und Vergleich
Schätzung aus dem Brutto: ca. 20 % Sozialversicherungsbeiträge und der Werbungskostenpauschbetrag werden abgezogen, auf den Rest wird der Einkommensteuertarif 2026 (§ 32a EStG) angewendet.
Seit 1.1.2026 regulär 63 € pro Monat.
Ergebnis für das Steuerjahr 2026
Pendlerpauschale
1.672 €
absetzbar als Werbungskosten
Über Pauschbetrag
442 €
wirksam über 1.230 € Pauschbetrag
Steuerersparnis
138 €
31,2 % × 442 €
Vergleich mit dem Deutschlandticket
Was kostet das Deutschlandticket pro Jahr, und wie viel davon holst du dir über die Pendlerpauschale wieder?
12 × 63 € Deutschlandticket
756 €
− Steuerersparnis
− 138 €
= Netto-Kosten ÖPNV pro Jahr
618 €
An 220 Arbeitstagen entspricht das 2,81 € pro Arbeitsweg (hin und zurück).
So setzt sich die Berechnung zusammen
220 Tage × 20 km × 0,38 €/km
einheitlicher Satz ab km 1 seit 2026
1.672 €
= Absetzbare Pendlerpauschale
1.672 €
− Werbungskosten-Pauschbetrag 1.230 €
wird ohnehin pauschal angesetzt
− 1.230 €
= Wirksamer Übersteigungsbetrag
442 €
× 31,2 % Grenzsteuersatz
Schätzung aus Bruttolohn (Tarif 2026 nach Abzug von Sozialversicherung und Pauschbetrag).
138 €
Wie funktioniert die Pendlerpauschale 2026?
Seit dem 1. Januar 2026 gilt die Entfernungspauschale einheitlich mit 0,38 € pro Kilometer ab dem ersten Kilometer. Die bisherige Staffelung (0,30 € bis km 20, 0,38 € ab km 21) wurde durch das Steueränderungsgesetz 2025 abgeschafft. Maßgeblich ist die einfache Entfernung (kürzeste Straßenverbindung), nicht der Hin- und Rückweg.
Wer mit dem eigenen oder einem zur Nutzung überlassenen Pkw fährt, hat keine Obergrenze. Bei ÖPNV, Fahrrad, zu Fuß oder als Mitfahrer ist die Pauschale auf 4.500 € pro Jahr gedeckelt. Höhere tatsächliche Kosten (z. B. Jahreskarten, BahnCard 100) lassen sich gesondert nachweisen.
Steuerlich wirkt die Pauschale nur, soweit sie zusammen mit anderen Werbungskosten den Pauschbetrag von 1.230 € übersteigt. Erst der Übersteigungsteil senkt das zu versteuernde Einkommen mit deinem persönlichen Grenzsteuersatz.
Der Grenzsteuersatz kann hier auf zwei Wegen festgelegt werden. Schätzung aus dem Brutto: Vom Bruttolohn werden rund 20 % Sozialversicherungsbeiträge (bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 101.400 €) und der Werbungskosten- pauschbetrag abgezogen, auf das ungefähre steuerpflichtige Einkommen wird der Tarif nach § 32a EStG 2026 angewendet (Eckwerte 12.348 / 17.799 / 69.878 / 277.825 €). Manuelle Eingabe: Wer den eigenen Grenzsteuersatz aus dem letzten Steuerbescheid oder einem Brutto-Netto-Rechner kennt, kann ihn direkt eintragen. Steuerklasse, weitere Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen sind in der Schätzung nicht abgebildet.
Liegt das geschätzte steuerpflichtige Einkommen unter dem Grundfreibetrag (2026: 12.348 €), greift statt des Werbungskostenabzugs die Mobilitätsprämie nach § 101 EStG: 14 % der Pendlerpauschale, soweit sie den Pauschbetrag übersteigt. Seit 2026 gilt das nicht mehr nur für den Anteil ab km 21, sondern für die gesamte Entfernungspauschale, weil der erhöhte Satz nun ab km 1 greift. Die Prämie wird erst ab 10 € festgesetzt und mit der Einkommensteuererklärung beantragt.
Homeoffice und Pendlerpauschale schließen sich aus. Für jeden Tag, an dem du tatsächlich zur Arbeit fährst, kannst du die Pauschale ansetzen. Für reine Homeoffice-Tage gilt stattdessen die Homeoffice-Pauschale (6 € pro Tag, max. 1.260 € pro Jahr).
Vereinfachte Modellrechnung für das Steuerjahr 2026. Die Schätzung des Grenzsteuersatzes aus dem Bruttolohn kann von der tatsächlichen Steuerlast abweichen, wer ihn exakt kennt, kann ihn manuell eintragen. Familienheimfahrten bei doppelter Haushaltsführung, behinderungsbedingte Sonderregeln und sonstige Werbungskosten sind nicht abgebildet. Keine Steuerberatung. Alle Berechnungen laufen lokal in deinem Browser.
Was ist neu ab 2026?
Mit dem Steueränderungsgesetz 2025 ist die Entfernungspauschale ab dem 1. Januar 2026 vereinheitlicht: 38 Cent pro Kilometer ab dem ersten Kilometer. Die alte Staffelung (30 Cent bis km 20, 38 Cent ab km 21) ist Geschichte. Besonders entlastend wirkt das bei kurzen und mittleren Arbeitswegen.
Zudem ist die Mobilitätsprämie für Geringverdiener dauerhaft entfristet. Da der erhöhte Satz jetzt ab km 1 gilt, bemisst sich die Prämie nicht mehr nur an den Kilometern ab 21, sondern an der gesamten Pendlerpauschale, soweit sie den Werbungskostenpauschbetrag übersteigt.
Höchstgrenze und Verkehrsmittel
Bei eigenem oder zur Nutzung überlassenem Pkw gibt es keine Obergrenze. Wer ÖPNV, Fahrrad oder die eigenen Füße nutzt (auch als Mitfahrer), kann höchstens 4.500 € pro Jahr ansetzen. Wer mit Jahreskarten oder einer BahnCard 100 darüber liegt, kann die tatsächlichen Kosten gesondert nachweisen.
Was bringt die Pendlerpauschale wirklich?
Sie wirkt nur, soweit sie zusammen mit anderen Werbungskosten den Werbungskosten-Pauschbetrag von 1.230 € übersteigt. Der Pauschbetrag wird automatisch angesetzt. Erst der überschießende Teil senkt das zu versteuernde Einkommen, und zwar mit deinem persönlichen Grenzsteuersatz.
Den Grenzsteuersatz kannst du im Rechner auf zwei Wegen festlegen. Per Voreinstellung wird er aus dem Bruttojahreslohn geschätzt: rund 20 % Sozialversicherungsbeiträge bis zur Beitragsbemessungsgrenze und der Pauschbetrag werden abgezogen, auf das ungefähre steuerpflichtige Einkommen wird der Tarif nach § 32a EStG 2026 angewendet (Grundfreibetrag 12.348 €, dann 14 % bis 42 %, Reichensteuer 45 % ab 277.826 €). Wer den eigenen Grenzsteuersatz aus dem Steuerbescheid kennt, kann ihn stattdessen direkt eintragen.
Mobilitätsprämie für Geringverdiener
Wer mit dem Einkommen unter dem Grundfreibetrag liegt, zahlt ohnehin keine Steuer und hätte vom Werbungskostenabzug nichts. Stattdessen gibt es nach § 101 EStG die Mobilitätsprämie: 14 % der Pendlerpauschale, soweit sie den Pauschbetrag übersteigt. Sie wird über die Einkommensteuererklärung beantragt und nur ab einem Anspruch von mindestens 10 € festgesetzt.
Deutschlandticket-Vergleich
Das Deutschlandticket kostet seit dem 1. Januar 2026 regulär 63 € pro Monat, also 756 € pro Jahr. Der Rechner zieht die durch die Pendlerpauschale erzielte Steuererstattung (oder Mobilitätsprämie) ab und zeigt die echten Netto-Kosten für den ÖPNV. Schon ab kurzen Arbeitswegen lohnt sich der Blick, weil die einheitlichen 38 Cent ab km 1 die Erstattung deutlich anheben.
Verwandte Tools
- Stundenrechner für die tatsächliche Arbeitszeit zwischen Start, Ende und Pause.
- Tage-Zähler für Werk- und Arbeitstage zwischen zwei Daten.
- Gehalts-Inflations-Rechner für die Frage, ob die Gehaltserhöhung die Inflation schlägt.
- Vorabpauschale-Rechner für die ETF-Steuer im Januar.
Hinweis: Vereinfachte Modellrechnung für das Steuerjahr 2026. Der geschätzte Grenzsteuersatz aus dem Bruttolohn kann von der tatsächlichen Steuerlast abweichen (Steuerklasse, weitere Werbungskosten, Sonderausgaben). Sonderfälle wie doppelte Haushaltsführung, Familienheimfahrten oder behinderungsbedingte Erleichterungen werden nicht abgebildet. Keine Steuerberatung. Alle Berechnungen laufen lokal in deinem Browser.