Opportunity-Cost-Rechner
Was kostet dich ein Kauf wirklich? Berechne, was aus dem Geld in 10, 20 oder 30 Jahren geworden wäre, hättest du es stattdessen investiert.

Opportunity-Cost-Rechner
Jeder Euro, den du heute ausgibst, ist ein Euro, der nicht für dich arbeiten kann. Dieses Tool zeigt dir, was aus dem Geld geworden wäre, hättest du es stattdessen in einen ETF gesteckt.
So nutzt du den Rechner:
- Wähle ein Beispiel (Kaffee, Urlaub, neues Handy) oder gib einen eigenen Betrag ein.
- Entscheide, ob es ein Einmalkauf oder ein wiederkehrender Kauf (Abo, täglicher Kaffee) ist.
- Stelle erwartete Rendite und Anlagedauer ein und sieh den Zukunftswert.
Was sind Opportunitätskosten?
Opportunitätskosten sind der entgangene Nutzen der besten nicht gewählten Alternative. Wenn du heute 1.000 € für ein neues Handy ausgibst, könnten dieselben 1.000 € in einem ETF-Sparplan in 30 Jahren rund 7.600 € wert sein (bei 7 % Rendite). Das Handy ist also nicht 1.000 € teuer, sondern kostet dich 7.600 € an zukünftigem Vermögen.
Das heißt nicht, dass du nichts mehr kaufen sollst. Es heißt nur: Mach dir den vollen Preis bewusst, bevor du entscheidest.
Wiederkehrende Käufe haben den größten Hebel
Einmalige Anschaffungen sind selten das Problem. Dramatischer wirken kleine Beträge, die jeden Tag oder Monat anfallen. Beispiele aus dem Rechner:
- 4 € Kaffee an jedem Werktag entsprechen 1.000 € pro Jahr und in 30 Jahren bei 7 % Rendite knapp 100.000 €.
- 30 € Streaming-Abos pro Monat sind 360 € pro Jahr und in 30 Jahren etwa 36.000 €.
- 12 € Mittag-Lieferung pro Woche ergeben 624 € pro Jahr und in 20 Jahren rund 27.000 €.
Der Effekt entsteht, weil bei wiederkehrenden Käufen der Zinseszins über einen Sparplan-Mechanismus wirkt: Jeder Monat zahlt ein, jeder Monat verzinst sich neu.
Wie der Rechner rechnet
- Einmalkauf: Der Betrag wird mit der Jahresrendite über die gewählte Laufzeit verzinst, monatlich kapitalisiert.
- Wiederkehrender Kauf: Der jährliche Gesamtbetrag wird in zwölf gleiche Monatsraten geteilt und nachschüssig in einen Sparplan eingezahlt. Werktage werden mit 250 pro Jahr angesetzt.
- Steuern und Inflation werden bewusst nicht berücksichtigt, um den reinen Effekt der Anlage sichtbar zu machen.
Was du daraus mitnimmst
Der Rechner ist kein Argument gegen Konsum. Er ist ein Werkzeug für bewusste Entscheidungen. Wer den vollen Preis kennt, kauft anders: weniger spontan, gezielter, und manchmal trotzdem.
Eine gute Faustregel: Bei wiederkehrenden Ausgaben kurz prüfen, ob du sie wirklich willst, oder ob sie nur Gewohnheit sind. Bei großen Einmalkäufen den Zukunftswert kurz überschlagen, dann erst entscheiden.
Hinweis: Vereinfachtes Modell ohne Steuern, Gebühren und Inflation. Reale Renditen schwanken, die Vergangenheit ist kein Garant für die Zukunft. Keine Anlageberatung. Alle Berechnungen laufen lokal in deinem Browser.