Renten-Lücke-Rechner
Wie viel gesetzliche Rente bekomme ich, was fehlt zum Wunsch-Netto, und welcher Kapitalstock schließt die Lücke? Aktueller Rentenwert, Zugangsfaktor, KV- und Pflegebeiträge inklusive.

Renten-Lücke-Rechner
Gib Brutto, Beitragsjahre und Renteneintrittsalter ein. Der Rechner schätzt deine gesetzliche Rente nach aktuellem Rentenwert, zeigt die Lücke zum Wunsch-Netto und nennt den Kapitalstock, der diese Lücke aus privater Vorsorge dauerhaft schließt.
Renten-Lücke-Rechner
Wie viel gesetzliche Rente bekomme ich, was fehlt zum Wunsch-Netto, und welcher Kapitalstock schließt die Lücke?
Deine Erwerbsbiografie
Aktuell 0,95 Entgeltpunkte pro Jahr
Jahre, in denen du schon in die gesetzliche Rente eingezahlt hast
Renteneintritt & Wunsch
Regelaltersgrenze, kein Ab- oder Zuschlag
30.000 € pro Jahr, in heutigem Geldwert
Rentner zahlen den Pflegeversicherungsbeitrag allein: 3,4 % mit Kind, 4,0 % kinderlos.
Private Vorsorge: Kapitalstock für die Lücke
Depot, Tagesgeld, Festgeld, alles was zusätzlich zur gesetzlichen Rente liegt
4 % = US-Trinity, 3,5 % konservativer für deutsche Steuer- und KV-Lage
Reale Rendite 3,92 % p.a. — Rechnung in heutiger Kaufkraft
Deine Renten-Lücke
Brutto-Rente
1.629 €
39,9 EP × 1,000 × 40,79 €
Netto-Rente pro Monat
1.417 €
nach SV 11,6 % + Steuer
Monatliche Lücke
1.083 €
bis 2.500 € Wunsch-Netto
Nötiger Kapitalstock
371.374 €
bei 3,5 % Entnahme = 12.998 €/J.
Wunsch vs. gesetzliche Rente
Monatswerte in heutiger Kaufkraft. Rentenniveau (brutto): 40,7 % vom heutigen Bruttoeinkommen.
Aufschlüsselung Brutto-Rente
Brutto-Rente
1.629 €
19.543 €/Jahr
Kranken- + Pflegeversicherung
− 188 €
11,6 % auf Brutto-Rente
Einkommensteuer (geschätzt)
− 24 €
Besteuerungsanteil 84 %
Netto-Rente
1.417 €
17.002 €/Jahr
So schließt du die Lücke
Sparrate pro Monat
492 €
über 32 Jahre real 3,92 %
Zielkapital
371.374 €
in heutiger Kaufkraft
Lücke pro Jahr
12.998 €
1.083 €/Monat
Vermögensaufbau bis zum Renteneintritt
Reale Darstellung in heutiger Kaufkraft. Die Sparrate ist so kalibriert, dass das Ziel zum Renteneintritt erreicht ist.
Wie wird gerechnet?
1. Entgeltpunkte: Für jedes Beitragsjahr ergeben sich Punkte aus dem Verhältnis von Bruttoeinkommen (48.000 €) zum vorläufigen Durchschnittsentgelt 2026 (50.493 €), gedeckelt bei der Beitragsbemessungsgrenze von 96.600 €/Jahr. Pro Jahr: 0,95 EP. Über 42 Jahre: 39,9 EP gesamt.
2. Zugangsfaktor: Bei Renteneintritt vor der Regelaltersgrenze von 67 fallen 0,3 % Abschlag pro Monat an, danach 0,5 % Zuschlag pro Monat. Hier: Faktor 1,000.
3. Bruttorente: Entgeltpunkte × Zugangsfaktor × aktueller Rentenwert (40,79 €, gültig 1.7.2025 – 30.6.2026). Ergebnis: 1.629 €/Monat brutto.
4. Sozialabgaben: Rentner zahlen den halben Krankenversicherungsbeitrag selbst (rund 8,15 % inklusive halbem Zusatzbeitrag) plus den vollen Pflegeversicherungsbeitrag (3,4 % mit Kind, 4,0 % kinderlos). Hier: 11,6 % = 188 €/Monat.
5. Steuer: Für Renteneintritt 2026 sind 84 % der Bruttorente steuerpflichtig (Kohorten-Besteuerungsanteil), der Rest ist Freibetrag. Nach Abzug der SV-Beiträge ergibt sich ein zu versteuerndes Einkommen. Solange dieses unter dem Grundfreibetrag von 12.348 € liegt, fällt keine Steuer an. Hier: 24 €/Monat.
6. Lücke und Kapitalstock: Wunsch-Netto (2.500 €) minus Netto-Rente (1.417 €) = 1.083 € Lücke pro Monat. Jahreslücke (12.998 €) geteilt durch Entnahmerate (3,5 %) ergibt den nötigen Kapitalstock von 371.374 € in heutiger Kaufkraft.
7. Sparphase: Der Sparplan rechnet in realer Rendite (3,92 %), also nominal (6,00 %) minus Inflation (2,0 %). So bleibt das Zielkapital in heutiger Kaufkraft vergleichbar.
Vereinfachungen: Anrechnungszeiten (Studium, Krankheit, Mutterschaft), Kindererziehungszeiten und Rente nach Mindestentgeltpunkten sind nicht modelliert. Die Steuerberechnung nutzt den Tarif 2026 ohne Werbungskosten-Pauschbetrag und Sonderausgaben über die SV-Beiträge hinaus. Der Soli auf die Rente ist über die hohe Freigrenze für Renten praktisch nie fällig und entfällt hier. Der aktuelle Rentenwert wird zum 1. Juli jedes Jahres angepasst.
Vereinfachtes Modell. Aktueller Rentenwert 1.7.2025 – 30.6.2026, Steuer- und SV-Lage 2026. Keine Renten- oder Steuerberatung.
So nutzt du den Rechner:
- Wähle ein Profil oder stelle die Regler selbst ein.
- Trage Brutto-Jahreseinkommen, bereits gezahlte Beitragsjahre und Renteneintrittsalter ein.
- Setze dein Wunsch-Netto im Ruhestand (heutige Kaufkraft). Der Rechner zeigt Lücke, Kapitalstock und nötige monatliche Sparrate.
Wie wird die gesetzliche Rente berechnet?
Die Rentenformel ist eigentlich kurz: Rente = Entgeltpunkte × Zugangsfaktor × Rentenartfaktor × aktueller Rentenwert.
- Entgeltpunkte (EP) bekommst du pro Beitragsjahr. Wer genau das Durchschnittsentgelt aller Versicherten verdient (2026 vorläufig 50.493 €), bekommt einen Punkt. Wer das Doppelte verdient, bekommt zwei. Über der Beitragsbemessungsgrenze (96.600 €/Jahr) bringt mehr Brutto keine zusätzlichen Punkte.
- Zugangsfaktor ist 1,0 bei Renteneintritt zur Regelaltersgrenze (67 für Jahrgänge ab 1964). Pro Monat früher sind es 0,3 Prozentpunkte Abschlag, pro Monat später 0,5 Prozentpunkte Zuschlag, lebenslang.
- Rentenartfaktor ist 1,0 für die Altersrente, niedriger nur bei Witwen-, Waisen- oder Erwerbsminderungsrente.
- Aktueller Rentenwert liegt seit Juli 2025 bei 40,79 €. Er wird jedes Jahr zum 1. Juli an die Lohnentwicklung angepasst.
Was vom Brutto übrig bleibt
Rentner zahlen Sozialabgaben aus der Rente, nicht für sie. Konkret:
- Krankenversicherung: 7,3 Prozent allgemeiner Satz plus etwa 0,85 Prozent halber Zusatzbeitrag, also rund 8,15 Prozent. Den Arbeitgeber-Anteil übernimmt die Deutsche Rentenversicherung.
- Pflegeversicherung: der Rentner zahlt allein, ohne DRV-Zuschuss. Standardsatz 3,4 Prozent, kinderlos 4,0 Prozent. Ab dem zweiten Kind unter 25 gibt es Abschläge, hier vereinfacht nicht modelliert.
- Einkommensteuer: Wer 2026 in Rente geht, muss 84 Prozent der Bruttorente versteuern. Liegt das zu versteuernde Einkommen nach Abzug der SV-Beiträge unter dem Grundfreibetrag von 12.348 €, fällt keine Steuer an. Für eine durchschnittliche gesetzliche Rente bleibt der Steueranteil dadurch oft bei null.
Wie groß ist eine typische Lücke?
Die Versorgungslücke ist die Differenz zwischen deiner Brutto- oder Netto-Rente und dem Geldbetrag, den du im Ruhestand monatlich brauchst. Das Brutto-Rentenniveau (Standardrente nach 45 Beitragsjahren mit Durchschnittsverdienst geteilt durch Durchschnittsentgelt) liegt aktuell bei etwa 48 Prozent. Für Geringverdiener und Teilzeitkräfte oft deutlich weniger.
Faustregel: Wer im Ruhestand etwa 80 Prozent seines letzten Nettos halten will, hat fast immer eine Lücke. Der Rechner setzt diese in eine konkrete Zahl um.
Vom Lücken-Betrag zum Kapitalstock
Wenn die Lücke z.B. 800 € pro Monat beträgt, brauchst du 9.600 € pro Jahr zusätzlich. Mit der 4-Prozent-Regel (Trinity-Studie) ergibt das einen Kapitalstock von 240.000 €. Für deutsche Verhältnisse ist 4 Prozent zu optimistisch, weil Abgeltungssteuer und freiwillige Krankenversicherung als Privatier weniger netto übrig lassen. 3,5 Prozent ist die robustere Annahme.
Der Rechner zeigt zusätzlich die nötige monatliche Sparrate, um diesen Kapitalstock bis Rentenbeginn aufzubauen, gerechnet in heutiger Kaufkraft mit deiner realen Renditeerwartung.
Was der Rechner vereinfacht
- Anrechnungszeiten (Studium, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Mutterschaft) und Kindererziehungszeiten erhöhen Entgeltpunkte ohne eigene Einzahlung. Sie sind hier nicht modelliert.
- Gehaltsdynamik wird nicht prognostiziert, der Rechner geht vom heutigen Bruttoeinkommen aus. Das Durchschnittsentgelt steigt parallel, das Verhältnis bleibt vereinfachend gleich.
- Pflegezuschläge ab dem zweiten Kind unter 25 sind nicht abgebildet.
- Betriebliche Altersvorsorge und Riester-Renten zählen nicht zur gesetzlichen Rente und müssen oben drauf gerechnet werden. Mein Altersvorsorgedepot-Rechner hilft bei der Sparphase, der Auszahlungsrechner Altersvorsorgedepot bei der Auszahlphase.
Verwandte Tools
- FIRE-Rechner Deutschland für den anderen Weg: ganz ohne gesetzliche Rente früh aussteigen.
- Altersvorsorgedepot-Rechner für die Sparphase mit staatlicher Förderung.
- Auszahlungsrechner Altersvorsorgedepot für die monatliche Auszahlung aus dem geförderten Depot.
- Entnahmestrategie-Vergleich für die Frage, wie du den Kapitalstock im Ruhestand entnimmst, ohne zu früh durch zu sein.
Quellen
Werte geprüft im Juni 2026:
- Deutsche Rentenversicherung: Rentenwert und Durchschnittsentgelt zum aktuellen Rentenwert (40,79 € seit 1.7.2025) und Durchschnittsentgelt.
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Rechengrößen der Sozialversicherung 2026 zur Beitragsbemessungsgrenze RV (96.600 €) und Beitragssätzen.
- SGB VI § 64 ff. zur Rentenformel und zum Zugangsfaktor.
- § 22 EStG zum Besteuerungsanteil der Renten (Kohortenregel, 2026: 84 Prozent).
Hinweis: Vereinfachte Modellrechnung, Stand 2026. Aktueller Rentenwert (40,79 €), Durchschnittsentgelt, Beitragsbemessungsgrenze und Besteuerungsanteil ändern sich jährlich. Keine Renten-, Steuer- oder Anlageberatung. Deine Eingaben bleiben lokal in deinem Browser.
Häufige Fragen
Wie wird die gesetzliche Rente berechnet?
Entgeltpunkte × Zugangsfaktor × aktueller Rentenwert. Entgeltpunkte ergeben sich aus deinem Brutto im Verhältnis zum Durchschnittsentgelt aller Versicherten, gedeckelt bei der Beitragsbemessungsgrenze. Der Rentenwert liegt seit Juli 2025 bei 40,79 €.
Wie hoch sind die Abzüge von der Brutto-Rente?
Rentner zahlen rund 8,15 Prozent Krankenversicherung (halber Satz inklusive halbem Zusatzbeitrag) und 3,4 bzw. 4,0 Prozent Pflegeversicherung allein. Ab einem zu versteuernden Einkommen über dem Grundfreibetrag von 12.348 € kommt Einkommensteuer hinzu.
Was kostet ein früherer Renteneintritt?
0,3 Prozent Abschlag pro Monat, den du vor der Regelaltersgrenze von 67 Jahren in Rente gehst. Bei 4 Jahren früher sind das dauerhaft 14,4 Prozent weniger Rente, lebenslang.
Wie groß muss der private Kapitalstock sein?
Jahreslücke geteilt durch deine reale Entnahmerate. Bei 800 € Lücke pro Monat (= 9.600 €/Jahr) und 3,5 Prozent Entnahmerate brauchst du rund 274.000 € in heutiger Kaufkraft. Konservativer als die US-Trinity-Regel von 4 Prozent.